Diskussionsabend mit Frau Cegla, Bundesvorsitzende des Verbandes "Deutsche Staatsbürgerinnen"

Das neue Prostituiertenschutzgesetz von CDU/SPD im Vergleich zur Regelung von SPD/Grüne aus 2001

Gestern diskutierten wir mit Sandra Cegla, Bundesvorsitzende des Verbandes „Deutsche Staatsbürgerinnen“ und ehemalige Kriminalkommissarin in Kreuzberg/Neukölln über das neue Prostituiertenschutzgesetz von CDU/SPD im Vergleich zur Regelung von SPD/Grüne aus 2001. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die alte Regelung dazu führte, dass Deutschland mittlerweile als „Freudenhaus“ Europas bekannt ist. Außerdem führte die alte Regelung nicht zu einer verbesserten Situation der Prostituierten. Insofern war es erforderlich, dass die CDU das neue Prostituiertenschutzgesetz gegen die SPD durchbrachte. Dazu gehören u.a. eine Kondompflicht für Freier einzuführen, eine Anmeldepflicht für Prostituierte, eine Genehmigungspflicht für Bordelle außerhalb der Gewerbeordnung, die Pflicht zur Teilnahme an alljährlichen medizinischen Beratungen für Prostituierte sowie ein Verbot von Pauschal- und Gruppensexangeboten. Weiterhin waren sich alle einig, dass die Sozialarbeiter weiterhin und noch im verstärktem Maße unterstützt werden müssen, da diese am einfachsten den Prostituierten helfen können. Ein Verbot wurde überwiegend als kontraproduktiv angesehen, da ansonsten die Prostituierten in der Illegalität nicht mehr zu erreichen seien.